Gottesanbeterin

Europäische Gottesanbeterin, Mantis Religiosa

Die Europäische Gottesanbeterin ist eine wärmeliebende Fangschrecke aus Südeuropa die sich Rheinabwärts vom Bodensee aus über Baden-Württemberg ins Saarland ausbreitet. Im stellenweise mediterranem Klima des Bliesgaus fühlt sie sich wohl und reproduziert sich auch dort.

Gottesanbeterin Mantis-Religiosa
Gottesanbeterin Weibchen unmittelbar vor der Eiablage Ende August.

Mantis Religiosa

Die Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) ist ein faszinierendes Insekt, bekannt für ihre charakteristische Gebetshaltung.


Beschreibung
Dieses Insekt zeichnet sich durch einen verlängerten Körper, eine dreieckige Kopfform und große, auffällige Fangarme aus.


Verbreitung und Lebensraum
Sie ist in Europa, Asien und Afrika verbreitet und bevorzugt warme, trockene Gebiete mit ausreichender Vegetation.


Verhalten
Mantis religiosa ist für ihr Lauerjägerverhalten bekannt und ernährt sich hauptsächlich von anderen Insekten.


Fortpflanzung
Die Fortpflanzung ist bemerkenswert für das gelegentliche kannibalistische Verhalten des Weibchens während oder nach der Paarung.


Bedeutung für den Menschen
In einigen Kulturen wird sie als Glücksbringer betrachtet und ist auch biologisch wichtig für die Schädlingsbekämpfung.


Schutzstatus
Die Art ist in vielen Regionen geschützt, um ihre Populationen zu erhalten.

Tierbestimmung: Europäische Gottesanbeterin

Die Gottesanbeterin kann anhand mehrerer charakteristischer Merkmale bestimmt werden:

  • Größe und Körperbau: Die Körperlänge variiert zwischen 5 und 7,5 cm. Mantis religiosa hat einen schlanken, verlängerten Körper mit einem deutlich segmentierten Thorax und einem flexiblen Kopf.
  • Kopf und Augen: Der Kopf ist dreieckig mit großen, zusammengesetzten Augen. Diese Augen ermöglichen ein ausgezeichnetes räumliches Sehvermögen. Sie hat auch kleine, bewegliche Antennen.
  • Farbgebung: Die Färbung variiert, ist aber oft grün oder braun, was eine hervorragende Tarnung in ihrer natürlichen Umgebung bietet. Einige Exemplare können auch gelbliche oder rötliche Farbtöne aufweisen.
  • Fangarme: Ihre charakteristischen vorderen Gliedmaßen, die Fangarme, sind stark und modifiziert für das Greifen und Festhalten von Beute. Sie tragen Dornen und sind in einer typischen „Gebets“-Position gehalten, wenn sie nicht jagen.
  • Flügel: Ausgewachsene Exemplare haben zwei Paar Flügel. Die vorderen Flügel sind schmaler und härter, dienen als Schutz für die hinteren Flügel, die größer und membranartig sind.
  • Geschlechtsunterschiede: Weibchen sind in der Regel größer und robuster als Männchen. Außerdem sind die Flügel der Weibchen oft kürzer als ihr Abdomen, während die der Männchen das Abdomen überragen.
  • Beweglichkeit: Sie kann ihren Kopf um fast 180 Grad drehen, was einzigartig unter den Insekten ist. Diese Fähigkeit hilft ihr, die Umgebung effektiv zu beobachten und auf Beute oder Gefahren zu reagieren.

Diese Merkmale machen die Europäische Gottesanbeterin zu einem einzigartigen Insekt, das leicht zu identifizieren ist, besonders durch ihre typische Haltung und die spezialisierten Fangarme.

Tierbestimmung
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